Heinz Sielmann, der bekannte Tierfilmer erwarb in Wanninchen mit seiner Stiftung mehr als 3.000 Hektar ehemaliger Tagebauflächen um sie langfristig für den Naturschutz zu sichern. Wo einst Kohle abgebaut wurde, ist eine reizvolle Landschaft mit Wäldern, Seen und Dünen entstanden.

Hier finden Kraniche, Uferschwalben, Wolf, Wiedehopf und weitere seltene Arten einen neuen Lebensraum. Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen liegt in der Niederlausitz im Süden Brandenburgs. In unmittelbarer Nähe zum Spreewald, zeigt sich ein komplett anderes Landschaftsbild. Eine Bergbaufolgelandschaft, entstanden durch jahrzehntelangen Braunkohleabbau, bietet seit der Stilllegung des Tagebaus im Jahr 1991 neue Lebensräume für jene Arten, die in unserer heutigen Kulturlandschaft kaum noch Rückzugsmöglichkeiten finden.

Die kargen, nährstoffarmen und sandigen Böden bieten Lebensraum für eine Vielzahl wärmeliebender Arten. Rasch haben Sandstrohblume, Silbergras, Sandohrwurm, Kreiselwespe und Heuschreckenarten diese ausgedehnten Flächen wiederbesiedelt.  Seltene Vogelarten, wie zum Beispiel die Uferschwalbe und der Wiedehopf, finden hier eine neue Heimat.

Besonders imposant ist die herbstliche Kranichrast in der Region. In den Flachwasserbereichen der neu entstandenen Seen finden die faszinierenden Vögel hervorragende Schlafplätze und können bei ihren lautstarken Einflug vom Natur-Erlebniszentrum aus beobachtet werden. In Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen brüten bereits 11 Kranichpaare.

Auf den weiten, störungsarmen Flächen der Bergbaufolgelandschaft ist nun auch eine Wolfsfamilie heimisch geworden. Ein Nachweis über diese scheuen Vierbeiner gelang im Jahr 2013 durch Aufnahmen einer Fotofalle und durch die Sichtung mittels Spektiv.